Aktuelle Herausforderungen und Chancen für Philanthropen in Europa

Im Rahmen des Finance Forum Liechtenstein am 09.03.2017 in Vaduz beschäftigte sich ein hochkarätiges Panel mit dem Thema Philanthropie. Unter der „gesellschaftsrechtlichen“ Federführung von Prof. Dr. Schurr wurden die Themen Anreiz (Prof. Dr. Hanke), Risikomanagement (Prof. Dr. Menichetti), steuerliche (Prof. Dr. Wenz) und finanzmarktaufsichtsrechtliche (Prof. Dr. Raschauer) Aspekte von philanthropischer Betätigung insbesondere unter Heranziehung der gemeinnützigen und gemischt-nützigen liechtensteinischen Stiftung angesprochen.

Herausforderungen für die Praxis und damit auch Gegenstand der gegenwärtigen und künftigen Forschung sind dabei:

im Bereich Compliance

  • die Professionalisierung des gemeinnützigen Sektors mit der notwendigen strikten Trennung zwischen (passiver) Aufsichtstätigkeit und tatsächlicher (aktiver) wirtschaftlicher Betätigung

im Bereich Governance

  • eine Gestaltung der stiftungsinternen Vorgaben für die Vermögensveranlagung, die verhindert, dass in Niedrigzinsphasen die Zweckerreichung de facto verunmöglicht wird
  • die Implementierung von Risikomanagement in Mittelverwendung und Mittelherkunft zur optimalen Zweckerreichung
  • Überlegungen zum impact measurement

im Bereich Fundraising

  • die notwendige Fokussierung auf Einzelprojekte
  • das Erscheinungsbild und die Kosten der Fundraisingaktivitäten als wesentlicher Faktor für die Auswahl der unterstützen Projekte

Die Veranstaltung hat erneut gezeigt, dass die wesentlichen Herausforderungen gemeinnütziger Tätigkeit über die nationalen Grenzen hinaus nahezu rechtsformunabhängig sind. Im Mittelpunkt der Überlegungen muss die Erreichung des angedachten gemeinnützigen Zwecks stehen – für die administrativen Problemstellungen stehen Spezialisten – wie die KU und die KU Netzwerkpartner - zur Verfügung.